
Josia, der König von Juda war 26 Jahre alt als er den Auftrag gab, von dem in vielen Jahren gesammelten Geld für den Tempel, im Haus des Herrn die nötigen Instandstellungsarbeiten auszuführen, da es schon baufällig zu werden drohte. Bei dieser Gelegenheit gab der Hohepriester dem Schreiber des Königs ein Gesetzbuch mit, das er im Tempel gefunden hatte. Als es Josia vorgelesen wurde, zerriss er seine Kleider aus Entsetzen und Trauer, dass Gottes Gebote, die Er Moses gegeben hatte, nicht nur in Vergessenheit geraten waren, sondern dass das Volk schändlichen Götzendienst betrieb. Der König wollte, dass von nun an, alle sich an die Gebote und Vorschriften halten sollten, die so lange vernachlässigt worden waren. In 16 Versen beschreibt die Bibel nun die Vertilgung aller Götzenbilder, Opferhöhen, Kultstätten, Geisterbeschwörer und Zeichendeuter, auch das Verunreinigen des Tofet im Ben-Hinnom-Tal, damit niemand mehr seinen Sohn oder seine Tochter dem Moloch durchs Feuer gehen liesse. Beim Lesen dieser Zeilen fällt es auf, wie sehr sich Israel und Juda den Bräuchen der sie umgebenden Heiden angepasst hatten, als ob Gott, ihr Herr, sie nicht in dieses Land geführt und sich als mächtig und vertrauenswürdig erwiesen hätte. Wie konnte Gottes Volk nur den grausamen und irrealen Traditionen derjenigen Völker huldigen, die Gott vor ihnen her vertrieben hatte? Wie kann man Holz und Stein anbeten, wenn man den lebendigen Gott kennt? Ich konnte es nicht verstehen, doch dann versetzte ich mich in die Gegenwart. War Europa nicht auch mal ein christliches Land gewesen mit einer pietistischen Tradition? Doch jede Umfrage bringt es immer wieder ans Tageslicht, dass die Menschen heute Jesus Christus kaum kennen und das Kreuz für sie ein Anstoss ist. Nicht dass die Religion tot wäre, ganz im Gegenteil. Jeder sucht seine spirituellen Bedürfnisse zu befriedigen – und deren sind nicht wenige – jedoch jeder nach seinem Geschmack. Yoga, Zen-Buddhismus, Esoterik, Astrologie, obskure Kreise und indische Lehrer haben regen Zulauf. Es gibt sogar einen Schweizer Guru in Indien, der der furchtbaren Göttin Kali dient. Wie konnten in Israel die Gesetze Moses so rasch in Vergessenheit geraten und wie haben wir das grösste Geschenk, das der Menschheit zuteil geworden ist, gegen wertlosen Tand eingetauscht? Erziehung kann manches Gute bewirken, aber den entscheidenden Schritt muss jedermann ganz persönlich tun. Christ werden kann man nur durch die persönliche Entscheidung für Jesus. Und Er ist heute nicht weiter von uns entfernt, als vor 2000 Jahren. Er sagt es selbst: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.“ Wer hindert dich, all deine Götzen über Bord und dich deinem Erretter in die Arme zu werfen? Moderne Götzen können auch aus vielerlei Süchten bestehen. Vielleicht denkst du, dass du nicht gerettet zu werden brauchst. Du schaffst es selbst. Aber wie kann man sich selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen? Buddha wird dir gute Ratschläge bei der Selbsterlösung geben und dir vorgaukeln, dass du viele Leben Zeit hast, das Beste aus dir zu machen. Im Hinduismus hast du Pech, wenn du in eine niedrige Kaste hineingeboren worden bist, denn da büssest du für vergangene Sünden. Also ist jedes Unrecht, das dir geschieht, vollkommen in Ordnung. Im Islam wirst du nie wissen, ob Allah dir gnädig gestimmt ist, denn er kann jederzeit seine Meinung ändern. Nur Jesus gibt dir die Gewissheit des ewigen Lebens an seiner Seite. Und dies ist beileibe kein Billigangebot, es hat Ihn das Leben gekostet, das Er freiwillig für deins gab. Gibt es noch einen Grund zum Zögern oder solltest du nicht lieber die Tür öffnen? Der Kluge wird es tun!
Marina Fankhauser