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Der Favorit von Katharina der Grossen von Russland liess bei einer Reise seiner Zarin quer durch ihr Reich Dörfer errichten, die dem Auge der Herrscherin schmeicheln und die wahren, armseligen Zustände verhüllen sollten. In Wahrheit waren es nur Fassaden, hinter denen sich nichts verbarg – also pure Täuschung. Diese Fassadendörfer gingen in die Geschichte als Potemkinsche Dörfer ein. |
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Bei
einer Fotopirsch in einem Naturschutzgebiet musste ich an diese Trugbilder im
Zarenreich denken. In einem Teich entdeckte ich ein Gebilde, das wie eine Anhäufung
von pflanzlichem und organischem Material aussah, sich aber fortbewegte und an
Wasserpflanzen raffelte. Mit einem Schilfhalm fischte ich das skurrile Wesen
heraus und betrachtete es von allen Seiten Aber auch Menschen wenden oft diese Technik an und verstecken ihr wahres Ich hinter selbstgebastelten Fassaden. Minderwertigkeitsgefühle werden durch forsches Auftreten überspielt, Unfähigkeit mit Arroganz. Frauen steht mit dem Make up eine ganze Palette von Veränderungsmöglichkeiten zur Verfügung, vom Schmollmund mit Unschuldsblick bis hin zum raffinierten Vamp. Aber was steckt wirklich hinter der Fassade? Menschen lassen sich vom Äusseren blenden und hinters Licht führen, nicht aber Gott. Er sieht bis ins Innerste – bis ins Herz. Er kennt alle unsere geheimen Gedanken und es ist blosse Zeitverschwendung Ihm etwas vormachen zu wollen. Vor Ihm fallen sämtliche Fassaden. |
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Am besten begegnen wir Ihm ohne innerliche Kosmetik, zeigen uns Ihm so wie wir sind, mit unseren Schwächen und Kanten, mit unseren Fehlern und unserer Schuld. Er wird keine Fassade um uns aufbauen, sondern uns reinigen und neu machen, wenn wir es zulassen. Dieses neue Leben aus Ihm wird farbecht sein und nicht nur Tünche. Wenn wir den Wunsch nach wirklicher Veränderung haben, nach einem Leben das Sinn macht, dann gibt es nur diesen einen Weg – zu Jesus. Einen reuig bekennenden Menschen wird Er nicht verstossen noch zertreten, dazu liebt Er ihn viel zu sehr. Wer Ihn in sein Leben aufnimmt, dem gibt er die Macht ein Kind Gottes zu werden, das den Himmel sein Erbteil nennt. |
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Wer möchte da noch an seiner täuschenden Maske festhalten? Marina Fankhauser
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