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Engel: Vision oder Illusion?

Die Engel sind so richtig in Mode gekommen. Überall stehen oder hängen sie als Kunstwerk oder niedliche Maskottchen. Doch wo sind die echten, lebendigen Engel geblieben, mit oder ohne Flügel? Schon lange hätte ich gerne einen gesehen.
Bengel gibt es genug in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, in Kirchen, Kapellen und verschiedenen religiösen Gruppen.

Bengel, die mit Engelszungen reden und mit Teufelskrallen kratzen.
Bengel, die von Barmherzigkeit reden und unbarmherzig über andere herfallen.
Bengel, die in der Kirche beten und im Geschäft fluchen und andere ausnützen.
Von diesen Pseudoengeln, die nur aus Furnier statt aus Massivholz bestehen, gibt es leider genug.

Wie sieht das bei mir oder bei dir aus?
Wenn in unserem Sprachgebrauch von einem Menschen gesagt wird, er sei ein Engel, dann meint man, sein Wesen sei geprägt von Sanftmut, Liebe, Demut und Hilfsbereitschaft. Genau solche Engel möchten wir sehen! Warum eigentlich nicht selbst einer werden? Nicht nur der andere soll, sondern auch ich kann mich zum "Engel" verändern. Das ist das Ziel Gottes mit jedem seiner Kinder, dass wir den "Kot-Flügel", der nur den Dreck anzieht, abmontieren und bedeckende Flü-gel der barmherzigen Liebe anziehen.
"Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit", sagt uns Gott in seinem Wort (Kolosser 3.14).

Was das heissen kann, zeigt uns Jesus, der Sohn Gottes, der nicht als Schauspieler unter uns weilte. Er gab sein Leben für mich und für dich, für meine und deine hartgesottene Gottlosigkeit, die die Bibel Sünde nennt. Sein Leben, Reden und Tun ist erfüllt von brennender Liebe. Und der, der diese Liebe hat, will sie auch mir und dir schenken, damit aus uns Bengeln so etwas wie Engel werden können.

Paul Bachmann