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Der Wahlkampf in der Schweiz unterschied sich dieses Jahr von allen vorhergehenden. Es wurde mit harten Bandagen und teilweise ungerechtfertigten Verdächtigungen und Beschuldigungen gekämpft. So nach dem Motto: Jeder gegen jeden! Das Wohl der Allgemeinheit blieb vollkommen auf der Strecke. Einzig der Stimmenfang für die eigene Partei und die Interessen der Lobby zählten. Man konnte noch so abstruse Forderungen aufstellen, wenn sie nur die Wählerschaft auf die eigene Seite zogen, waren sie in den Augen der Partei gerechtfertigt. Steuergeschenke für die Reichen und die Wirtschaft, also für die Seite, die die Macht besass, wurden gefordert, doch dass dabei die Schwächeren und Benachteiligten unter die Räder der Politik gerieten, kümmerte nur wenige. Diejenigen, die mit dem Existenzminimum auskommen müssen, wurden nicht von der Steuer befreit. Auf diese kleinen Beträge konnte der Staat nicht verzichten. Würde aber die Wirtschaft entlastet, könnte sie einige Arbeitsplätze erhalten und vielleicht sogar noch neue schaffen, argumentierte man. Im gleichen Zug wurden die Gesamtarbeitsverträge im Baugewerbe gekündigt und Lohndumping betrieben. Wer hatte, dem wurde gegeben und wer schon kaum etwas besass, dem wurde auch dieser Rest genommen. Die Hauseigentümer hatten jahrelang von sinkenden Hypothekarzinsen profitiert und viele hatten keine Gewissensbisse diese an die Mieter nicht weiterzugeben. Aus Angst die Wohnung zu verlieren, forderten die Mieter ihr Recht nicht ein. Und schon wird ein neues Gesetz vorbereitet, das den Liegenschaftsbesitzern mehr Privilegien bescheren soll. Wohin wird diese soziale Ungerechtigkeit noch führen? In einem Interview mit den Medien wurden die christlichen und ethischen Grundlagen einer Partei ins Lächerliche gezogen. Sie stand als die ewig Gestrige und Engstirnige da, nur weil sie sich an der Bibel orientierte. |
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Ja, was sagt denn die Bibel eigentlich zur Regierung? Welche Vorgaben stellt sie ihr? Wie soll ihr Tun und Trachten aussehen? |
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„Das ist’s aber, was ihr tun sollt: Rede einer mit dem andern Wahrheit und richtet recht. Schafft Frieden in euren Toren, und keiner ersinne Arges in seinem Herzen gegen seinen Nächsten, und liebt nicht falsche Eide; denn das alles hasse ich, spricht der Herr.“ (Sach. 8, 16-17) |
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„Ein jeder erweise seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit, und tut nicht Unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen, und denke keiner gegen seinen Bruder etwas Arges in seinem Herzen.“ (Sach. 7, 9-10) |
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Wenn man nach den in der Politik so verpönten, christlichen Werten regieren und auch privat leben würde, hätten wir viele Probleme weniger. „L’état c’est mois,“ sagte einmal der Sonnenkönig und überhob sich dabei. Der Staat sind wir – das Volk – und wir werden bei den biblischen Richtlinien ebenfalls in die Pflicht genommen. Wir sollen nicht unser eigenes Süppchen kochen, sondern über unseren Tellerrand hinaussehen und unseren Bruder und sein Wohl in unser Denken mit einbeziehen. |
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„Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn, denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s auch euch wohl.“ |
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Marina Fankhauser |